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U-TAG 04

von Diptesh Banerjee

Mein Volk zieht...
unergründliche Wege führen zur Wahrheit

In den Armen meines Volkes wiege ich mich im Reichtum unserer materiellen Armut. Frei sind unsere Gemüter. Unsere Herzen erfüllt vom Hunger nach geistiger Nahrung und unerträglichem Wissensdurst. Not findet bedeutende Errungenschaften unseres Gattungswesens. Errungenschaften, die wir aus der ewigen Quelle unserer Vorfahren schöpfen. Frei sind unsere berührten Lebensgeister, die machthungrigen Eroberern unerreicht bleiben, da selbst wir sie nicht zu fassen vermögen. Den Kampf unserer Selbstliebe gegen Herrschaften der Selbstsucht fechten wir mit Worten der Gewaltlosigkeit, die dem Lebensfeind freundlich nähren. Ein unvermeidbarer Kampf der Ideale, welcher der absoluten Wahrheit dienlich ist. Die Hoffnung schöpfen wir aus der Erkenntnis unseres Nichts und bewegen uns am Rande unseres festen Daseins. Gelebte Kunst verwirklicht sich unmöglich in Kunstwelten melancholischer Einsamkeit. Sie will gesprochen und begehrt werden. Der Mensch soll leben um zu wissen. Der Mensch soll teilen, um glücklich zu empfangen, wobei das Leben uns warnt, in lieblichen Maßen zu opfern, um nicht in unachtsamer Selbstlosigkeit zu vergehen.
 

© copyright www.theinder.net 15.8.2004