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Indien
- jetzt!
Frederking & Thaler holen mit theinder.net
die
ethnische Vielfalt Indiens auf die Frankfurter Buchmesse
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die Buchvorstellung "Indien einst &
jetzt" im Rahmen der Frankfurter Buchmesse
2006 suchte der Verlag Frederking & Thaler
und fand mit Hilfe von theinder.net 17 Inder/innen mit Wurzeln aus den
jeweiligen Bundesstaaten für die Aktion
"Wir sind Indien". Für größere
Version bitte auf Bild klicken. |
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Unter dem Titel "Indien einst & jetzt" ist kürzlich ein Bildband erschienen, der
am 4. Oktober 2006 auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer Vernissage vorgestellt wurde. Anwesend waren dabei Vertreter aus 17 indischen Bundesstaaten, die einem Aufruf von theinder.net gefolgt waren, ihren Staat bei dieser Gelegenheit
unter dem Motto "Wir sind Indien!" zu repräsentieren.
Ein "Schnupperbuch mit Tiefgang" – so bezeichnete Monika Thaler vom Verlag Frederking & Thaler zu Beginn der Vernissage den Bildband "Indien – einst & jetzt", der auf 270 Seiten ungewöhnliche Bilder Indiens in Farbe (jetzt) und schwarz-weiß (einst) zeigt. Die sehr originelle Gestaltung des Buchs zeichnet sich dadurch aus, dass man es von zwei Seiten öffnen kann, die sich in der Buchmitte in einer historischen und einer aktuellen Abbildung des Regierungsviertels in Neu-Delhi treffen. Die Bildzusammenstellung wurde von Pramod Kapoor vorgenommen, der bei der Vernissage kurze Erläuterungen zur Entstehung des Buchs und seinem Konzept gab. Die einführenden Texte zu den Bildern wurden von Rudrangshu Mukherjee (Indien einst) sowie Vir Sanghvi (Indien jetzt) verfasst. Vir Sanghvi, Herausgeber der Hindustan Times, hielt bei der Vernissage den Hauptvortrag, in dem er vor allem auf das veränderte Indienbild im Westen hinwies. Während früher allein Indiens Probleme im Hinblick auf Armut und Unterentwicklung wahrgenommen worden seien, stehe jetzt der Blick auf eine wirtschaftlich erstarkende, zukünftige Supermacht im Mittelpunkt.
Im Anschluss an seinen Vortrag interviewte Vir Sanghvi einige der Vertreter aus 17 indischen Bundesstaaten.
Sanghvi wies auf ein gesteigertes Selbstwertgefühl von Indern in Deutschland hin. Habe man sich früher dafür geschämt, aus Indien zu kommen, könne man heute auf seine Herkunft mit großem Stolz
verweisen. Julie Chander, die Delhi vertrat, wies auf den medialen Indienboom in Deutschland hin, der nicht nur in der Entdeckung von Bollywood durch das deutsche Fernsehen, sondern auch in einer Vielzahl von differenzierten Reportagen über Indien zum Ausdruck komme. Insgesamt wurde bei den Interviews deutlich, dass die Beziehungen der Befragten zu ihrem Heimatland noch sehr eng sind, obwohl gerade die Jüngeren überwiegend in Deutschland geboren sind. Auffällig war auch die große Vielfalt an Berufen bei den Anwesenden, verbunden mit einem vorwiegend hohen Bildungsgrad: Zwei Professoren, ein Indologe, ein Arzt, eine Tänzerin, einige Studenten (Physik, Architektur, Jura) sowie (natürlich!) auch ein IT-Spezialist.
Auch wenn sich einige der Vertreter der Bundesstaaten am Ende etwas enttäuscht zeigten, dass sie entweder gar nicht oder nur sehr kurz zu Wort gekommen waren, hatte sich die Teilnahme doch für alle gelohnt. Immerhin konnte man einen dem Fachpublikum vorbehaltenen Tag auf der Buchmesse verbringen und zudem noch den wertvollen Bildband "Indien einst und jetzt" als Geschenk mit nach Hause nehmen. Schließlich konnten im Rahmen eines kleinen Sektempfangs und Imbisses zum Abschluss der Vernissage noch neue Kontakte innerhalb der "Non-Residential-Indian-Community"
(NRI) geknüpft werden.
Die Ausstellung "Indien einst & jetzt" mit Bildern aus dem gleichnamigen Bildband ist während der Buchmesse auf dem Messegelände in Halle 3.0, Via Nord, zu sehen. Der Bildband ist in Deutschland im Verlag Frederking & Thaler erschienen und kostet 50 €. In Indien wurde er parallel unter dem Titel "India: Then & Now" von Roli Books veröffentlicht.
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