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Im Herzen
Täglich den indischen Zauber leben
Ich bin keine Inderin - und doch so wie es
nach alten Mythen und Spiritualität bekannt ist, hat alles sein Karma und manchmal kommt es auch in unserem Jahrtausend zur sogenannten
Wiedergeburt von Seelen in irgendwelchen Körpern in unserer Gesellschaft, die ihr Karma in einem bestimmten Körper und Zeit
erleben. Solche Prozesse und Aktionen bleiben meist unentdeckt. Wie auch immer, Indien ist für mich das stärkste und emotionalste
Land - in jeder Hinsicht.
Indien bedeutet für mich eine wilde Duftmischung aus Räucherstäbchen, Rosenwasser, Gewürzen, Tandoori-Gerichten (vor allen Dingen
Biriyani mit vielen Chilis, Ingwer und Reis), Mango Lassi, Chai, Roti oder Naan, Kokosnüsse, Kichererbsen. Bedeutet heilige Tempel - Sandhur Puder, Sandelholz, Aarti, Diwali Pooja, beten, den Segen, und viele viele Blumen - und bunte Farben, die zu jedem Fest der Gottheiten zur Geltung kommen...
Die engen und überfüllten Straßen, Busse und Bahnen, die übergroßen Plakate der Schauspieler,
das Kastenystem, das es schon seit über 3000 Jahren gibt, Masala Filme, Musik, Gesang und
Tanz, Holi, Diwali und andere Feste die den verschiedenen Gottheiten Indiens gewidmet sind. Der Zauber von Geschichten, die meist die Großmütter durch mündliche Überlieferung in Indien immer schon eine besondere Faszination ausübten. Bedeutet für mich daran zu denken und zu fühlen,
dass es in Indien durch den leider hohen Analphabetismus und der indischen Denkkultur gegenüber der westlichen die Bildersprache bevorzugt wird.
Bedeutet die Menschen zu verstehen, die das Ziel "das Erreichen einer gewissen Bewusstseinsebene" als das höchste Ziel des menschlichen Lebens zählt.
Aus diesem Grund haben in Indien Kunst, Meditation und Religion einen sehr hohen Stellenwert. Gut erzählte Geschichten und Musik machen mystische Erfahrung greifbarer. Bedeutet
seit über 50 Jahren Unabhängigkeit, Mahatma Gandhi, über 185 verschiedene Landessprachen, das
Bollywoodkino Indien eine nationale Stimme gab und half, ein Nationalgefühl in Indien aufzubauen, das die Menschen einander nicht nur kulturell und sprachlich, sondern auch politisch näher bringt. Der Weg dieses Bewusstseinprozesses spiegelt sich in jedem Film wieder. Populäre Filme oder moderne Romane präsentieren in zeitgenössischer Aufmachung
traditionelle gesellschaftliche Anliegen wie Ramayana und das Mahabharata-Epos (das ich selbst sehr gerne lese -
ein Hauptkapitel des Mahabharata ist die berühmte Bhagavad Gita).
Bedeutet für mich Maya (Illusion) - der Glaube an die große Anzahl der Götter, die jeden Durchschnittsmenschen nur das sehen lassen, was er sehen soll. Die Weisen (Yogis,
Sri's, Heilige, Sai Baba) sind einzige Menschen, denen es nach vielen Jahren Askese gelingen kann, den Zauber der göttlichen Illusionen zu brechen. In Wirklichkeit sind wir und Dinge um uns herum nichts weiter als vielfältige vorhandene Visionen des göttlichen Geistes Brahma - eben Maya.
Das Ziel eines jeden Hindu ist es, sich aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten zu befreien und das Göttliche in sich zu erwecken. Man wird so lange wiedergeboren, bis dieses Ziel erreicht ist. Gefährdet wird dieser Weg durch
Begierde, egoistisches Verlangen, Geiz, Zorn und Angst. Im Hinduismus geht es nicht in erster Linie um Dogmen und Glaubenssätze, sondern um richtiges
Handeln und um bestimmte Pflichten, die sie gegenüber den Göttern, der Gesellschaft sowie der Familie zu erfüllen haben.
Bedeutet für mich Bewegung innerhalb eines der
am dichtest besiedelten Länder der Welt, Hitze, Wassermangel, ein schlechtes Wasser- und Energiesystem im gesamten Land auch hier in Hessen mit ganzem Herzen zu spüren und mit meiner Seele und Geist zu fühlen.
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