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Neuer Hindutempel in Köln geplant
Der Hari Om Tempel
in Köln-Mühlheim wird zu klein
An
der Hauptstraße rechts in das Industriegebiet abbiegen.
Nicht nur mir ist dieser Weg vertraut. Tausende Menschen
sind jede Woche hier zu Gast: Partygänger, Konzertbesucher
oder Gäste der SAT1 Sendungen Wochenshow und Harald
Schmidt Show. Das tagsüber verlassend wirkende Industriegelände
zwischen Palladium und E-Werk hat sich einerseits zu einem
wichtigen Kulturzentrum der Domstadt gemausert, andererseits
nutzen viele Betriebe die alten Backsteinbauten als Büros
und Lagerhallen für ihre Zwecke. Sonntags mittags jedoch
scheint dieser Ort kalt, trostlos und einsam.
Inmitten
dieser Umgebung, angrenzend an den großen Parkplatz
einer ehemaligen Fabrikhalle, steht ein unscheinbares Gebäude
an dessen Wand ein kleines Schild angebracht ist: "Hari
Om Mandir" ist dort in lateinischen sowie indischen
Schriftzeichen zu lesen. Weit ab von Teeläden, Esoterikbuchhandlungen
und anderen Erscheinungen der zur Zeit populären Ethnokultur
hat sich eine Gemeinde afghanischer und indischer Hindus
eine Oase des Friedens und der Religiösität eingerichtet.
Die
Gemeinde wurde vor 12 Jahren von ungefähr 50 Familien,
die aufgrund der politischen Lage in Afghanistan nach Deutschland
gekommen waren, gegründet, um auch weit ab der Heimat
Tradition, Kultur, Brauchtum und Religion zu pflegen, zu
bewahren und ein Gefühl der Gemeinschaft und Geborgenheit
zu vermitteln.
Mittlerweile
sind rund 180 Familien Mitglied des gemeinnützigen
Vereins, der gegründet wurde, um offizielle Anerkennung
der Gemeinde zu erlangen. Hauptsächlich besuchen afghanische
Hindus den Tempel, jedoch seit einiger Zeit wird der Tempel
auch unter indischen Hindus bekannter und beliebter, was
u. a. auch dem großen Hilfsengagement der Gemeinde
nach dem Erdbeben in Gujarat zu verdanken ist. Der Hari
Om Mandir ist keiner speziellen Gottheit geweiht oder gewidmet,
sondern soll ein Ort für Gläubige aller Richtungen
und Herkunft sein. "Wir laden alle Menschen unabhängig
ihrer Glaubensrichtung und Wurzeln herzlich zu uns in den
Tempel ein." sagt der Vorsitzende des Vereins, Mingradj
Djawa.
Der
Verein bietet neben dem Tempel und den dort stattfindenden
religiösen Zeremonien und Feiern auch eine Vielzahl
an sonstigen Angeboten wie z. B. Deutschkurse für Neuankömmlinge
oder Hindikurse für Kinder der zweiten und dritten
Generation. Er ist Anlaufstelle für Probleme und Fragen
aller Art und sorgt für Hilfestellung bei Behördengängen,
offiziellen Terminen etc. .
Das
Einzugsgebiet des Hari Om Mandirs reicht weit über
die Grenzen Kölns hinaus, da religiöse Stätten
- selbst in Nordrhein Westfalen - sehr rar gestreut sind.
Während großer Feste wie Durga Puja und Diwali
reichen die Räumlichkeiten in der Schanzenstraße
bei weitem nicht mehr aus.
Auch
aus diesem Grund hat sich der Vorstand entschlossen, einen
eigenen Tempel bzw. ein Kulturzentrum mit angeschlossenen
Tempel zu bauen und das derzeit gemietete Haus zu verlassen.
Nach eines Besuchs des Kölner Oberbürgermeister
Fritz Schramma wurde zwar finanzielle Hilfe und organisatorische
Hilfe zugesagt, blieb aber bislang aus. Trotzdem ist es
mittlerweile gelungen ein Grundstück zu erwerben. Es
ist geplant die Bauarbeiten auf dem 1620 Quadratmeter großen
Grundstück im Stadtteil Rath/Heumar bis zum Frühjahr
2003 abgeschlossen zu haben. Da sich der Verein jedoch nur
aus Mitgliederbeiträgen und Spenden finanziert bestehen
zur Zeit noch große Finanzierungslücken, die
auch den Bau eines weiteren benötigten Stockwerks unmöglich
machen.
Für
Informationen sowie Geld- und Sachspenden aller Art (insbesondere
Büroausstattung) ist der Verein sehr dankbar. Spendenquittungen,
die entsprechend steuerlich geltend gemacht werden können
sind selbstverständlich auf Anfrage erhältlich.
Die
Gemeinde des Hari Om Mandirs ist darauf bedacht zu wachsen
und so einer noch größeren Zahl von Gläubigen
in NRW die Möglichkeit zu geben auch in Deutschland
religiös und in entsprechend religiöser und kultureller
Gemeinschaft zu leben.
Adresse:
HARI OM MANDIR
Schanzenstraße 29
51063 Köln (Mühlheim)
Telefon: 0221 / 61 32 15
Für
Fragen, Informationen sowie Spenden kontaktieren Sie bitte
Herrn
Mingradj Djawa
Telefon: 0221 / 7390992
Deutsche
Bank 24 AG
BLZ 37070024
Spendenkonto 533 547 601
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